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Frühlingserwachen im Königsforst - Wandern mit dem RBN am Ostermontag |
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"Schwarz-Gelb forciert den Flächenverbrauch" |
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Landesregierung produziert Chaos im Umweltrecht |
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neues Programm für Kinder- und Jugendgruppen online |
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neuer Vorstand des RBN gewählt |
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Plädoyer für eine Neuauflage der Baumschutzsatzung in Bergisch Gladbach - Hürden für Säge und Axt erforderlich! |
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Den Wespen auf Zahn und Stachel gefühlt - Junge Wissenschaftler beim RBN mit ersten Einsätzen |
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Verein Turmhof in Rösrath als Tor in die Heide gegründet |
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Der Natur auf der Spur |
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Ein Herz für den Naturschutz präsentiert |
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Das Neueste rund um Äpfel, Obstbäume und Sortenbestimmung |
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Impressionen aus dem RBN-Vereinsleben |
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Junge Wissenschaft - Ein neues Jugend-Forschungs-Programm beim Bergischen Naturschutzverein (RBN) |
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RBN: Bäche wollen Raum - Bekommen sie ihn von den Kommunen? |
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Steinhaus und Turmhof als "A-Portale" im Regionale2010-Projekt Wahner Heide/Königsforst |
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RBN in Sorge um alte Haustierrassen - Impfung für Schweine gefordert |
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Wie im Bergischen Land mit ehemaligem Staatswald umgegangen wird - Ein trauriges Kapitel Radevormwald |
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Frühlingserwachen im Königsforst - Wandern mit dem RBN am Ostermontag |
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Unter dem Motto "Frühlingserwachen" im Königsforst lädt der Bergische Naturschutzverein (RBN) für Ostermontag, 5. April, 14 Uhr, ein. Die rund dreistündige Wanderung unter der Leitung des RBN-Vorsitzenden Mark vom Hofe und des Artenschutzexperten Hubert Sumser beginnt am Parkplatz des Technologieparks in Bensberg. Im Walbachtal, am Tütberg und rund um das Forsthaus Steinhaus geht der RBN mit den Teilnehmern der Natur auf die Spur und schaut, was sich nach dem langen strengen Winter behutsam aus dem Boden schiebt und im Wald und an dessen Gewässern bereits "kreucht und fleucht". |
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"Schwarz-Gelb forciert den Flächenverbrauch" |
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Naturschutzverbände kritisieren Novelle des Landesplanungsgesetzes
Düsseldorf, 02.02.2010 – Auf heftigen Widerstand der NRW-Naturschutzverbände BUND, LNU und NABU stößt der Gesetzentwurf der Landesregierung zur Änderung des Landesplanungsgesetzes. "Unter dem Vorwand der Verfahrensbeschleunigung und –vereinfachung sollen Umweltstandards abgebaut und ökologische Fehlentwicklungen zementiert werden", kritisierte BUND-Geschäftsleiter Dirk Jansen auf der heutigen Landtagsanhörung. "Anstatt den Flächenverbrauch auf null zu reduzieren wird damit der weitere Flächenfraß vorprogrammiert."
Zwar halten die Naturschutzverbände eine Novelle des Landesplanungsgesetzes für unverzichtbar, um die Landesplanung auf eine zukunftsfähige Entwicklung abzustimmen. Auch die schon von Rot-Grün geplante Aufhebung des Dualismus von Landesentwicklungsprogramm (LEPro) und Landesentwicklungsplan (LEP) wird dem Grunde nach begrüßt. Der von der Landesregierung vorgelegte Gesetzentwurf orientiere sich jedoch nicht an den ökologischen Notwendigkeiten und führe letztendlich auch zu weniger Rechtssicherheit gerade bei raumbedeutsamen Großverfahren.
"Der geplante Wegfall der obligatorischen Umweltprüfung bei Regionalplanänderungen ist ein ökologischer Rückschritt", sagt der NABU-Landesvorsitzende Josef Tumbrinck. "Auch die Verkürzung der Prüfungsfristen und der Wegfall von Erörterungsterminen wird nicht gerade zur Akzeptanz umweltgefährdender Planungen beitragen."
Auf das Schärfste kritisieren die Naturschutzverbände das Vorgehen in Bezug auf die Streichung von § 26 Gesetz zur Landesentwicklung (LEPro) sowie die vorgezogene Änderung des Energieteils des Landesentwicklungsplans (LEP). Anders als von der Landesregierung behauptet werde mit der Streichung des § 26 LEPro keineswegs eine Doppelregelung beseitigt. Wie der bekannt gewordene Entwurf zur LEP-Änderung belege, plant die Landesregierung deutliche Abschwächungen bei den Anforderungen an einen effizienten Umgang mit Energie, die Kraft-Wärme-Koppelung und den Einsatz regenerativer Energieträger. Dies führe im Ergebnis dazu, dass die politische Zielrichtung einer umweltfreundlichen Energieversorgung beeinträchtigt wird.
Stellungnahme der Naturschutzverbände BUND, LNU und NABU zur Landtagsanhörung
Den Gesetzentwurf und weitere Sachverständigen-Stellungnahmen zur Anhörung finden Sie hier: http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/GB_I/I.1/Ausschuesse/A17/aktuelles.jsp
Pressekontakt:
Dirk Jansen, BUND-Geschäftsleiter, T. 0211 / 30 200 522
Mark vom Hofe, LNU-Landesvorsitzender, 0221 / 220 33 82
Josef Tumbrinck, NABU-Landesvorsitzender, T. 0171 / 3867379 |
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Landesregierung produziert Chaos im Umweltrecht |
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Naturschutzverbände kritisieren schwarz-gelben Gesetzentwurf
Düsseldorf, 27.01.2010 - Auf heftige Kritik der NRW-Naturschutzverbände BUND, LNU und NABU stoßen die von der Regierungskoalition geplanten Änderungen des Naturschutz- und Wasserrechts. Auf der heutigen Landtagsanhörung warnten die Verbände vor dem Abbau von Umweltstandards. Ausgerechnet im Internationalen Jahr der Biodiversität plane Schwarz-Gelb die weitere Aushöhlung der gesetzlichen Vorgaben zum Schutz von Natur, Landschaft und Gewässern. Paul Kröfges, BUND-Landesvorsitzender: "Gerade der Schutz der biologischen Vielfalt, der fortschreitende Flächenverbrauch und der Klimawandel erfordern ein starkes Naturschutzrecht. Trotzdem plant die Landesregierung weitere Verschlechterungen. Im Internationalen Jahr der Biodiversität setzt die Landesregierung damit ein fatales Zeichen."
Hintergrund der geplanten Gesetzesänderungen von CDU und FDP sind die im Zuge der Föderalismusreform auf den Bund zusätzlich entfallenen Kompetenzen. Waren das Bundesnaturschutzgesetz und das Wasserhaushaltsgesetz früher nur Rahmengesetze, die durch landesrechtliche Regelungen ausgefüllt wurden, erhielt der Bund nunmehr die Möglichkeit einer Vollregelung der entsprechenden Materie. Die solcherart novellierten Gesetze treten am 1. März 2010 in Kraft. Allerdings wurden die Länder ermächtigt, von dem neuen Bundesrecht abweichende Regelungen zu treffen. "Obwohl die neuen Gesetze seit Juli 2009 gelten, hat das Land NRW diese Entwicklung verschlafen", sagt der NABU-Landesvorsitzende Josef Tumbrinck. "Jetzt soll ein in der Sache völlig unbrauchbarer Gesetzentwurf durchgepeitscht werden. Damit drohen Unsicherheit und Chaos im Naturschutzrecht."
Mit Inkrafttreten des neuen Bundesnaturschutzgesetzes würden z.B. automatisch mehr als zwei Drittel der NRW-Naturschutzregelungen hinfällig. Dennoch missachte der schwarz-gelbe Gesetzentwurf den tatsächlichen Regelungsbedarf und nutze auch nicht die sich bietenden Gestaltungsspielräume. „Durch das zukünftige Nebeneinander von Bundes- und Landesrecht und die damit provozierten Rechtsunsicherheiten werden Planverfahren eher erschwert als erleichtert. Dazu sind zahlreiche Verschlechterungen geplant“ kritisiert der LNU-Landesvorsitzende Mark vom Hofe. So soll etwa abweichend vom Bundesrecht die Eingriffsregelung zur Regelung der notwendigen Kompensation bei Eingriffen in Natur und Landschaft zur Schonung landwirtschaftlich genutzter Flächen entwertet werden. Auch die Notwendigkeit zur Prüfung der Verträglichkeit bestimmter Vorhaben mit dem Schutz europarechtlich geschützter FFH-Gebiete soll teilweise entfallen. Damit versetze die Landesregierung dem Natur- und Landschaftsschutz in NRW einen weiteren Tiefschlag.
Stellungnahme der Naturschutzverbände BUND, LNU und NABU zur Landtagsanhörung am 27.01.2010.
Mehr Infos und die Stellungnahmen anderer Sachverständiger unter http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/GB_I/I.1/Ausschuesse/A16/aktuelles.jsp
Pressekontakt:
Dirk Jansen, BUND-Geschäftsleiter, T. 0211 / 30 200 522
Mark vom Hofe, LNU-Landesvorsitzender, 0221 / 220 33 82
Josef Tumbrinck, NABU-Landesvorsitzender, T. 0171 / 3867379 |
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neues Programm für Kinder- und Jugendgruppen online |
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Das neue Programm für Kinder- und Jugendgruppen kann hier< abgerufen werden. |
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neuer Vorstand des RBN gewählt |
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Bei der Jahreshauptversammlung am 9. Dezember 2009 wurde ein neuer Vorstand gewählt.
Den geschäftsführenden Vorstand bilden:
Mark vom Hofe (1. Vorsitzender), Bergisch Gladbach
Rainer Polke (stellv. Vorsitzender), Bergisch Gladbach
Hartmut Brückner (Geschäftsführer), Overath
Dem Vorstand gehören weiterhin an:
Daniela Mittendorf, Solingen
Angela Opitz, Lohmar
Ralph Schöpwinkel, Neunkirchen-Seelscheid
Eckhard Schunk, Wermelskirchen
Thomas Stumpf, Rösrath
Hubert Sumser, Köln
Horst Winter, Bergisch Gladbach
Dem Fondsrat gehören an:
Peter Henseler (Vorsitzender), Burscheid
Hermann-Josef Bloch, Rösrath
Dieter Harms , Windeck
Evelyn Goebbels, Overath
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Plädoyer für eine Neuauflage der Baumschutzsatzung in Bergisch Gladbach - Hürden für Säge und Axt erforderlich! |
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Die Stadt Bergisch Gladbach verfügt über zwei herausragende alte Wohnsiedlungen; sie sind sowohl unter architektonischen wie unter stadtökologischen Gesichtspunkten von besonderer Bedeutung. Die eine, die Gronauer Waldsiedlung, liegt nicht weit entfernt vom Gelände der Papierfabrik Zanders unmittelbar am Rande der Innenstadt.
Das damalige Fabrikanten-Ehepaar Richard und Anna Zanders, eine geborene von Siemens, ließ sich um die Jahrhundertwende nicht nur außerhalb eine schlossähnliche Villa bauen, das heutige Luxushotel Schloss Lerbach; vielmehr war das Ehepaar auch darum bedacht, seinen Arbeitern und Angestellten ein Wohnen in ländlich-städtischer Umgebung zu ermöglichen.
Die neue auf bis zu 300 Häuser angelegte Siedlung im Gronauer Wald hinter der Fabrik sollte sich elementar von den Mietskasernen im rechtsrheinischen Köln unterscheiden - und deshalb wurde die Siedlung stark durchgrünt nach Plänen des Reichsgartenbaumeister Brodersen mit alten Laubbäumen und Kiefern auf den Ausläufern der Bergischen Heideterrassen sowie Hecken, die die Grundstücke voneinander trennen.

Die Siedlung ist jetzt rund 100 Jahre alt, die Häuser stehen teilweise unter Denkmalschutz, viele nicht denkmalgeschützte Gebäude weisen noch etliche der charakteristischen ursprünglichen Bauelemente auf.
Und vor allem: Noch 40 bis 50 sehr prägende Bäume - Eichen, Buchen, Kiefern, auch ein Mammut - geben der Siedlung nach wie vor den Charakter von teilweise im Wald gebauten Häusern.
Da aber in der Vergangenheit die Haus- und Siedlungsstruktur durch Abbruch und völlig stillose Neubauten erhebliche Veränderungen erfahren hat, ist der RBN in großer Sorge, dass sich dies allmählich auch auf die Bäume niederschlägt und die Säge angeworfen wird.
Der RBN hat sich deshalb in die Initiative, die Gronauer Waldsiedlung sowohl in ihrer architektonischen Ausrichtung zu erhalten wie auch den alten Baumbestand zu sichern, eingebracht. Ein eigens herausgegebenes Flugblatt wurde vom RBN gestaltet und bebildert, gegenwärtig erstellt der Verein eine Liste der prägenden und unbedingt erhaltenswerten Laubbäume.
Hilfreich dabei wäre, die vor vier Jahren in Bergisch Gladbach abgeschaffte Baumschutzsatzung wieder aufleben zu lassen.
Sicherlich: Eine Baumschutzsatzung ist kein endgültiger Schutz vor Axt und Säge.
Aber erstens muss, wenn eine solche Satzung vorhanden ist, ein Antrag auf Fällung gestellt werden. Da kein unmittelbarer Anspruch auf Genehmigung besteht, kommen Antragsteller und Fachverwaltung ins Gespräch, um alle Möglichkeiten, inwieweit eine Fällung verhindert bzw. der Baum chirurgisch behandelt werden kann, zu erörtern. Dazu zählen natürlich auch Ersatzpflanzungen bzw. Ersatzgelder - diese Hürden sollten aufgebaut sein, um das allzu leichtfertige Fällen von ortsbildprägenden Bäumen so schwer wie möglich zu machen.

Gerade vor dem Hintergrund des nicht mehr zu bestreitenden Klimawandels erhalten alle grünen Oasen und Inseln im dicht gebauten Häusermeer eine ganz neue Qualität: Bäume senken die Lufttemperatur, spenden Schatten, sorgen für Luftaustausch, speichern Wasser.
Qualitäten, die auch die Bäume in der Siedlung Frankenforst prägen. Frankenforst ist bewusst als Villenviertel gestaltet und gebaut worden. Die Siedlung stammt ebenfalls aus den Anfangsjahren des 20. Jahrhunderts. Reiche Kölner ließen damals im Frankenforst, etwa 15 Kilometer von der Kölner Innenstadt entfernt, eine neue Vorstadt errichten - mit der Elektrischen, der Straßenbahn, quer durch die Merheider Heide zu erreichen, auf mehrere 1000 Quadratmeter großen Grundstücken mit heute vor allem alten Laubbaumbestand. Eine Parksiedlung, wie sie heute in Einzelexemplaren in Englands Süden noch zu finden ist, mit beeindruckenden Gebäuden aus der Gründerzeit, geprägt und ergänzt durch Landhausstrukturen.

Am Rande der Villen, bestens mit altem Buchenbestand eingegrünt, entstanden nach dem Krieg einfache Reihenhäuser, in denen die Familien der im Rheinland stationierten belgischen Streitkräfte wohnten. Nach dem Abzug der Belgier um 2000 standen die Häuser, bis jetzt die Baugesellschaft Interhomes die Grundstücke erwarb, um darauf neue Reihenhäuser in exklusiver Lage, direkt an der Straßenbahn, zu bauen.

Dass hier neue schönere Reihenhäuser entstehen sollen, kann noch nachvollzogen werden, selbst wenn dies nicht zur Parksiedlung Frankenforst passt - dass dafür aber 30 Buchen weichen sollten, auch die als Abschirmung zwischen der Straßenbahnlinie und den neuen Gebäuden zugunsten von Carports, hat den RBN im Sommer auf den Plan gerufen. Entschieden hat der Verein gegen diese massige Bebauung protestiert und im Sommerloch der Zeitungen es mit dem Protest direkt auf die ersten Seiten der Lokalzeitungen geschafft.

Unterstützung erfuhr der RBN durch Refrather Bürger, die 1000 Unterschriften sammelten und noch vor der Kommunalwahl dem Bürgermeister überreichten. Mit Erfolg: Die Baugesellschaft signalisierte Bereitschaft zur Umplanung, um die Bäume zu schützen und zu sichern.
Für den RBN ist die Richtung damit klar: Obwohl CDU und FDP in weiten Kreisen daran festhalten wollen, Bergisch Gladbach baumschutzsatzungsfrei zu wissen, wird der RBN zusammen mit dem BUND-Kreisverband sowie anderen Gruppen und Vereinen in den nächsten Monaten intensive Gespräche mit einem Ziel führen: Einen Antrag an den Stadtrat zu stellen, die Baumschutzsatzung wieder einzuführen. Wenn die Parksiedlung Frankenforst, wenn die Gronauer Waldsiedlung, wenn Altbaumbestand in der Innenstadt und in den Bensberger Wohnbereichen erhalten werden soll, muss ein Instrument her, das Einhalt gebietet, um gemeinsam nach sinnvollen, konstruktiven Lösungen zu suchen. Eine Baumschutzsatzung ist kein Verhinderungsvehikel: Es ist ein Gestaltungs-, Stadtgeschichts- und Gesprächsinstrument. Als solches sollte es kreativ und zielführend im Sinne von Stadtökologie, Heimat und Stadtbild genutzt werden!
Mark vom Hofe (Bilder: Rainer Polke / Mark vom Hofe) |
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Den Wespen auf Zahn und Stachel gefühlt - Junge Wissenschaftler beim RBN mit ersten Einsätzen |
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Nach einigen leidvollen Erfahrungen in diesem wespenreichen Jahr beschlossen die jungen RBN-Wissenschaftler, sich einmal näher mit diesen interessanten Insekten zu beschäftigen. Auf unseren Kartierungswanderungen lernten wir die Erdnester rechtzeitig zu erkennen. Am RBN-Zentrum befinden sich zwei Nester. Wespen aus einem Nest in der hölzernen Außenverkleidung wurden als Deutsche Wespe (Paravespula germanica) identifiziert, Wespen aus einem Erdloch bei den Apfelbäumen hinter dem Zentrum als Gewöhnliche Wespe (Paravespula vulgaris). Die Bestimmungsschlüssel von Dr. Martin Sorg, Vorstandsmitglied der LNU aus Neukirchen-Vluyn und Mitarbeiter der früheren Biologischen Station Bergisches Land, waren eine gute Hilfe.

Bei den Rundgängen in der Umgebung des Hauses stellten wir fest, dass im Revier der Dachse, die im Wald oberhalb des Zentrums ihre weitläufigen Behausungen haben, keine Erdwespen zu finden sind. Dasselbe gilt für den Wald auf der anderen Seite der Höhe bis hinunter ins Freudental. Am Krebsbach suchten wir Erdnester, an denen in den Sommerferien Kinder unserer Feriengruppen schmerzhafte Erfahrungen gemacht hatten. Die Dachse hatten sie aber mittlerweile ausgeräumt. Uns blieben nur noch die papierenen Reste des Nestes.
Im Moment suchen wir nach der Waldwespe (Dolichovespula sylvestris), die seit 20 Jahren in unserer Region einen dramatischen Rückgang zu verzeichnen hat, dessen Ursachen noch völlig ungeklärt sind. Beobachtungsmeldungen und -Belege sind sehr erwünscht.
Hubert Sumser, RBN-Vorstandsmitglied
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Verein Turmhof in Rösrath als Tor in die Heide gegründet |
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Das Regionale-Projekt 2010 Wahner Heide/Königsforst hat in diesen Sommermonaten mächtig Fahrt aufgenommen. Für das gesamte Projektgebiet, mit dem über vier Informationsportale die Besucher in dieses einzigartige Naturschutz- und FFH-Gebiet mit fast 8000 Hektar Gesamtfläche geführt und geleitet werden sollen, wurde ein Dachverein gegründet, zu dessen Vorsitzendem Regierungspräsident Hans-Peter Lindlar gewählt wurde. Einer seiner vier Stellvertreter ist RBN-Vorsitzender Mark vom Hofe. In Rösrath soll das Informationsportal im Turmhof im herrlichen Hudewaldgelände im Bereich Brand eingerichtet werden.
Der Rheinisch-Bergische Kreis beabsichtigt das Gebäude zu kaufen; mit Mitteln des Landes soll eine grundlegende Renovierung erfolgen, ehe etwa ab 2011 das Gebäude seitens des eigens gegründeten Vereins "Heidezentrum Turmhof" unter Federführung des Bündnis Heideterrasse genutzt werden kann.

Gründung des Vereins Turmhof: Links als Beisitzer Mark vom Hofe und Holger Sticht aus dem RBN-Vorstand, davor Vorsitzender Landrat Menzel und sein Stellvertreter, Bürgermeister Mombauer.
Ebenfalls mit RBN-Beteiligung macht sich auch das Forsthaus Steinhaus im Königsforst bei Bensberg auf, Portal für das Regionale-Projekt zu werden.
Im alten Forsthaus wird das Landesbetrieb Wald und Holz mit einer Dienststelle bleiben; in die denkmalgeschützte Scheune nebst Anbau zieht eine Ausstellung über Wald als Ressource sowie Gewässer im Königsforst ab 2011 ein. |
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Der Natur auf der Spur |
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"Der Natur auf der Spur", das gerade im Bachem-Verlag erschienene Buch des RBN-Vorsitzenden Mark vom Hofe, ba-siert auf der gleichnamigen Sendereihe, die jetzt im siebten Jahr bei WDR 5 ausgestrahlt und von Mark vom Hofe als Redakteur betreut wird. Aus einer Vielzahl der im Rahmen der Radiosendung mit Zuhörern erwanderten Touren wurden 13 ausschließlich im Rheinland verlaufende Wanderstrecken zwischen 8 und 15 Kilometern in diesem Buch ausgewählt.

Genau wie die Sendung vermittelt auch das Buch Kenntnisse und Informationen über Artenvielfalt und Lebensräume von Tieren und Pflanzen und macht auf die Schönheit der Landschaft aufmerksam. Die Wanderstrecken bieten stets Interessantes, verlaufen zum Beispiel entlang land- und forstwirtschaftlich genutzter Gebiete, führen zu Denkmälern oder auch zu Schauplätzen der Industriegeschichte und der Siedlungsentwicklung. So lernen die Wanderer die Rolle der Natur in der industriellen und gewerblichen Entwicklung kennen.
Alle Touren sind von Mitgliedern der Landesgemeinschaft für Umwelt und Natur (LNU) - ein Zusammenschluss von über 80 am Natur- und Umweltschutz beteiligten Organisationen in Nordrhein-Westfalen - erstellt worden, besonders mitgeholfen haben die RBN-Vorstandsmitglieder Hubert Sumser, Rainer Polke und Holger Sticht. Zahlreiche Bilder bereichern den detailliert beschriebenen Inhalt des Buches. Im RBN-Verbandsgebiet sind Wanderungen durch die Wahner Heide, das Dhünntal im Bereich Leverkusen bzw. Altenberg, das Feldbachtal beim Remscheid, das Gelpetal bei Wuppertal, das Siebengebirge, das Homburger Ländchen sowie im Bereich Bergisch Gladbach und Kürten ausführlich beschrieben. Das Titelbild zeigt den Kochshof in Odenthal oberhalb des Dhünntals.
Das Buch kann beim RBN bezogen werden. Von jedem verkauften Exemplar wandern 5 € in den Naturschutz, so dass Sie damit insbesondere die praktische Naturschutzarbeit unterstützen.
Bachem Verlag 2009, ISBN-10: 3-7616-2324-0; ISBN-13: 9783761623244, 192 Seiten, 14,95 € |
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Ein Herz für den Naturschutz präsentiert |
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Unter großer Beteiligung aus den Reihen des RBN und vor der Kulisse vieler geladener Gäste aus dem rheinischen Umwelt- und Naturschutz hat der RBN Ende August das schriftliche Lebenswerk des langjährigen RBN-Vorsitzenden Dr. Hermann-Josef Roth im RBN-Haus präsentiert. Roth hatte anlässlich seines 70. Geburtstags von einem jungen Westerwälder Journalisten eine Kollektion seiner vielen Aufsätze und Publikationen aus dem Naturschutz, der Kultur- und Heimatgeschichte zusammenstellen lassen, die beiden Vorworte waren von den Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers und Kurt Beck geschrieben worden und dokumentieren, dass Roth im gesamten Rheinland gewirkt hat und noch wirkt: In NRW, wo er in Bonn liebt, und in Rheinland-Pfalz, wo er geboren wurde. Die Laudatio hielt Landrat Menzel, den Festvortrag Prof. Wolfgang Schumacher.
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Impressionen aus dem RBN-Vereinsleben |
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Wanderung durch den Königsforst in Höhe Klärteich Grünewald mit
RBN-Mitgliedern und Interessierten - ein Angebot, das regelmäßig stattfinden soll

Und der Regen kam doch: Beim Museumsfest in Bensberg Anfang August half
auch der flehende Blick von Angela Opitz nicht. Der RBN stand aber sicher
dank seines "Blauen Solingers".

Unangenehme Überraschung im Frühjahr: Zwei Wochen lang war die Straße durch das Naturschutzgebiet Strundetal gesperrt, um rechts und links vor allem wertvollen Buchenbestand auf Kalkboden abzuräumen - aus Verkehrssicherungspflicht im vorausschauenden Gehorsam. Ein gewaltiger unnötiger Eingriff, noch dazu in der Brutzeit.
Bilder: Rainer Polke |
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Das Neueste rund um Äpfel, Obstbäume und Sortenbestimmung |
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- Beim RBN arbeiten gegenwärtig zwei Zivildienstleistende: Thorsten Malz aus Kürten seit dem Sommer 2009, und seit dem 1. Oktober Friedrich Barth aus Münster.
- Wer im kommenden Herbst/Winter/Frühjahr Obstbäume pflanzen möchte, kann sich wieder an den RBN wenden. Obstbaumexperte Hartmut Brückner nimmt Bestellungen entgegen und sucht in den Baumschulen die Ware selbst aus. Es handelt sich um Bäume mit einem Stammumfang von 8 - 10 cm; sie werden dank des RBN-Großeinkaufs zum absolut günstigen Preis von 26 €/Stück abgegeben. Bei Interesse: 02204/7977 oder 0175/2210232.
- Ab sofort nimmt der RBN wieder Äpfel an, um aus der Ernte 2009 den beliebten Saft herzustellen. Ein Container am RBN-Haus steht bereit, ebenso im Bereich Solingen. Annahmezeiten bitte in Solingen erfragen unter: 0212/25427-30, sonst im RBN-Haus, Tel.:02204/7977 oder direkt bei Hartmut Brückner: 0175/2210232.
- Ende November hält Hartmut Brückner auch wieder die Obstsortenbestimmungsseminare im RBN-Haus ab - genaue Daten im RBN-Haus zu erfragen.

LOTHAR BENDEL
Wissenswertes über Früchte und Gemüse
Hrsg. v. Hans A. Dieterich u. Claudia Wendt
2. bearbeitete und erweiterte Auflage 2004, 496 Seiten mit 64 vierfarbigen Abbildungen. DIN A5. Gebunden
Sonderpreis für RBN-Mitglieder: 15 Euro (Ladenpreis: 24,90 Euro)
ISBN 978-3-89796-067-1
Bestellungen an: Gardez! Verlag, Michael Itschert, Richthofenstraße 14, 42899 Rem-scheid, Tel. 02191/4 61 26 11, Fax: 02191/4 61 22 09, E-Mail info@gardez.de, Internet www.gardez.de |
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Junge Wissenschaft - Ein neues Jugend-Forschungs-Programm beim Bergischen Naturschutzverein (RBN) |
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In unserer Umgebung gibt es viele unerforschte Bereiche und Lebensräume seltener Tiere und Pflanzen, über die wir viel zu wenig wissen. Selbst im unmittelbaren Umfeld des RBN sind die Biotope, ihre Qualität und ihre Entwicklungspotentiale noch wenig untersucht. Dieses Unwissen ist Ursache für manche Bedrohung und nicht wieder gut zu machende Schädigungen.
Wie in allen Jugend- und Kinder-Projekten des RBN sind die Jugendlichen selbst, die Förderung ihrer Wahrnehmung und ihre intensive Beziehung zur Natur bestimmend für unser Projekt. Auf dieser Basis untersuchen wir im neuen Forschungsprogramm "Junge Wissenschaft" Lebensräume von Tieren und Pflanzen mit wissenschaftlichen Methoden.
Wir erforschen die Vorkommen bedrohter Pflanzen und Tiere.
Wir erforschen ihr Leben und ihre Lebensgrundlagen.
Wir dokumentieren unsere Ergebnisse mit Listen, Texten, Fotos und anderen Belegen.
Wir entwickeln Pläne und Vorschläge für Sicherung und Entwicklung wichtiger Biotope.
Ort: RBN, Overath-Untereschbach, Schmitzbüchel 2
Termine: Alle 2 Wochen samstags, 3 Stunden (die beste Anfangszeit wird beim 1.Treffen gemeinsam festgelegt)
Erstes Treffen: Am 16. Mai 2009, 13 Uhr (Ende 16 Uhr)
Teilnehmende: Jugendliche ab 12 Jahren, jüngere TeilnehmerInnen nur nach Absprache
Leitung: Hubert Sumser, Ulrike Sandmann + pädagogisches Team
Kosten: 3 Termine bis zu den Sommerferien 15 Euro (Abweichende Regelungen nach Absprache möglich).
Anmeldung:
Bis 28. April bei Hubert Sumser, 0170 5503743 oder 0221-554632; hubert.sumser@web.de,
29. April- 11. Mai bei Ulrike Sandmann, 02204-71223, u.sandmann@gmx.net.
Hier einige Aufgaben, die sich uns in unserer Nähe stellen:
- Untersuchen einzelner Biotope in der Umgebung - bei uns sind vor allem Feuchtgebiete von Bedeutung
- Welche Tier- und Pflanzenarten kommen vor, wie sind die ökologischen Verhältnisse?
- Wie können diese Biotope optimiert und entwickelt werden?
- Amphibien und Amphibienschutz
- Untersuchung und Erfolgskontrolle der Vernetzung der Unkenbiotope zwischen Untereschbach und dem Königsforst
- Forschungen zu Wissenslücken über Verhalten und Ökologie der Gelbbauchunke: Ablaichzeiten und -folgen, Fressfeinde in und an den Teichen, Metamorphose-Bedingungen und -Zeiten, Kälte-Verhalten am Ende des Sommers
- Erforschung der Vorkommen der RBN-Leit-Arten Haselmaus und Gelbbauchunke
- Beteiligung am Projekt "Evolution MegaLab" des Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung zur Untersuchung der Evolution der Bänderschnecken in Deutschland,
- Ökologie der Streuobstwiesen, Stand und Entwicklungsmöglichkeiten
Alle Ergebnisse werden in Kartierungsdokumentationen, Fotos, Texten und Präsentationen erfasst und dargestellt.
Ankündigung als pdf-Datei (23 kB): 
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RBN: Bäche wollen Raum - Bekommen sie ihn von den Kommunen? |
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Mit Zustimmung hat der RBN auf die Ankündigung der Kreisverwaltung des Rheinisch-Bergischen Kreises reagiert, in den nächsten Jahren die europäische Wasserrahmen-Richtlinie (WRRL) gemäß den gesetzlichen Vorgaben umsetzen zu wollen. Allerdings sieht der RBN die zuständige untere Wasserbehörde auf einem beschwerlichen Weg - "Bäche und Flüsse in unserem Kreis brauchen, um lebendig, sauber und insgesamt ökologisch verbessert zu sein, vor allem Platz!" sagt Mark vom Hofe, Vorsitzender des RBN. Nicht nur Einleitungen mit hohem Schadstoffanteil müssten reduziert werden, sondern vor allem müsse den Gewässern Raum gegeben werden, um sich zu entfalten und eine natürliche Dynamik zu entwickeln.
Deshalb, so der RBN-Vorsitzende, sind die Kommunen gefordert, Ernst zu machen und bei allen Planungen und Bauvorhaben einen viel großzügigeren Abstand zu den Bächen vorzuschreiben. "Einerseits wird in Bergisch Gladbach darüber nachgedacht, Gewässer in der Stadtmitte wieder offen zu legen, weil es über die Regionale Geld gibt; andererseits weist die gleiche Stadt in Schildgen Bauflächen unmittelbar an einem Bach aus - und weiß aus den Erfahrungen in der Nachbarschaft, dass die Grundstückseigentümer mit ihren Gärten bis unmittelbar an den Bachrand gehen, dort ihren Kompostkasten errichten, Hütten und Gartenhäuser und dem Bach jegliche Entfaltungsmöglichkeit nehmen!" Für den RBN ist dies ein eindeutiger Verstoß gegen die Wasserrahmen-Richtlinie, die eine klare Forderung aufstellt: In keinem Fall eine Verschlechterung des Gewässerzustands.
Und noch eine Tendenz sieht der RBN nicht im Einklang mit der Wasserrahmen-Richtlinie: Den gegenwärtig zu beobachtenden Trend, entlang von Gewässern wie Dhünn, Sieg und Strunde, in Teilen auch der Agger, durchgehende Rad-/Gehwege anlegen zu wollen. "Dies", so sagt RBN-Vorsitzender Mark vom Hofe, "ist höchst bedenklich - zum einen, weil die Flächen rechts und links der Gewässer in aller Regel inzwischen Naturschutzgebiet sind; zum anderen, weil, um diese Wege anzulegen, da, wo noch nichts ist, in das sen-sible Wassersystem eingegriffen wird!" Dazu gehört nach Auffassung des RBN auch, zusätzliche Brücken anzulegen - denn alle Widerlager und Gründungen sind Eingriffe in das Gewässersystem, das aber laut WRRL keine Verschlechterung erfahren darf.
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Steinhaus und Turmhof als "A-Portale" im Re-gionale2010-Projekt Wahner Heide/Königsforst |
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Das Projekt "Wahner Heide/Königsforst", an dem der RBN für
den ehrenamtlichen Naturschutz maßgeblich beteiligt ist, wird im Herbst
2009 vermutlich den begehrten "A-Stempel" erhalten. Was heißt:
Das Projekt ist so konzipiert und umrissen und auch zukunftsfähig, dass
aus den Förder-kassen des Landes Nordrhein-Westfalen Mittel zur Umsetzung
bereit gestellt wer-den. Was weiter heißt: Rund um das naturräumlich
schon immer zusammengehörende Gebiet von der Heideterrasse bis hinauf auf
die Höhe des Tütbergs sollen vier so genannte "A-Portale" entstehen,
in denen sich Wanderer, Spaziergänger, Natur-Interessierte über Geschichte
und Bedeutung des fast 10 000 Hektar umfassenden Geländes vor den Toren
Kölns ausführlich informieren können. Die "A-Portale" werden
die Burg Wissem in Troisdorf sein, das Gut Leidenhausen in Köln am Mauspfad,
das Forsthaus Steinhaus in Bensberg, direkt an der A 4, und der Turmhof in Rösrath,
ein noch stark zu renovierendes altes Gehöft am Eingang zur Wahner Heide,
direkt an der A 3. Betreiber des Turmhofs wird das Bündnis Wahner Heide
sein, in dem der RBN Mit-glied ist. Betreiber des Forsthauses Steinhaus wird
der Landesforst sein, mit dem der RBN schon immer enge Verbindung gehalten hat.

Das Forsthaus Steinhaus bei Bensberg: Am 1. Advent 2008 Endstation einer Wanderung von WDR5, die der RBN für seinen Dachverband LNU ausrichtete. Bild: Rainer Polke

Am Giesbach im Königsforst: Während der Wanderung des RBN im Rahmen der WDR5-Sendereihe "Der Natur auf der Spur" erläuterte RBN-Vorsitzender Mark vom Hofe, beruflich WDR5-Redakteur, den 140 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus ganz Nordrhein-Westfalen die frei gestellte Fläche mit Laichmöglichkeiten, die der Gelbbauchunke eine Ansiedlung ermöglichen sollen. Bild: Rainer Polke
Der RBN wird sich in Steinhaus und am Turmhof engagieren, wird dort Führungen
und Vorträge anbieten, wird sein pädagogisches Angebot in die neuen
Einrichtungen integrieren und überlegen, in den jeweiligen Gebäuden
auch Versammlungsmöglichkeiten und Treffpunkte für die Mitglieder aus
Rösrath bzw. aus Bergisch Gladbach zu schaffen - in der Absicht, in diesen
beiden Orten wieder aktive Ortsverbände einrichten zu können.
In Steinhaus wird der RBN auch eine dauerhafte Ausstellung aufbauen, in der auf
das vom RBN angeschobene und von Martin Sorg und Hubert Sumser umgesetzte Projekt
der Wiederansiedlung der europaweit äußerst seltenen Gelbbauchunke
im Königsforst als Verbindungs-Biotop zwischen den Habitaten "Grube
Oberauel" und "Wahner Heide" hingewie-sen wird. Durch eine Förderung
der Bezirksregierung Köln soll es möglich wer-den, die Fließgewässer
im Königsforst punktuell wieder durchgängiger zu machen, Laichgewässer
anzulegen und grundsätzlich den Bächen wieder einen natürlicheren
Verlauf zu gestatten. Die Initialmaßnahme am Gießbach war durch "Kyrill"
begünstigt
worden; auf einer ehemaligen Fichtenfläche hat sich inzwischen eine weite
von einem Bachlauf durchflos-sene Freifläche mitten im Königsforst
entwickelt, die mit ihren leicht moorigen Bö-den und den Feuchtbereichen
neue Lebensräume für Amphibien, speziell Gelbbauchunken, bieten.
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RBN in Sorge um alte Haustierrassen - Impfung für Schweine gefordert |
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Entschieden wendet sich der (Rheinisch)-Bergische Naturschutzverein (RBN) gegen die Absicht der örtlichen Behörden und des Umwelt- und Landwirtschaftsministeriums in Düsseldorf, Halter von frei laufenden Schweinen zum Stallbau zu zwingen. "Das ist der Ausverkauf aller Bemühungen, alte Haustierrassen zu erhalten", protestiert der Vorsitzende des RBN, Mark vom Hofe.
Bei seinem alljährlichen Apfelfest im Herbst präsentiert der RBN seinen
zuletzt rund 2500 Besuchern regelmäßig am Eingang zum Naturschutzzentrum
zwischen Untereschbach und Immekeppel in einem Gatter alte Hausschweinrassen. "Das
ist der Hauptzulaufpunkt für alle, besonders für die Kinder",
berichtet Mark vom Hofe - "wenn dort Bentheimer Landschweine mit ihren Ferkeln
zu sehen sind oder Angler Sattelschweine, dann nehmen viele Kinder zum ersten
Mal Schweine richtig wahr, noch dazu im Freien - und nicht in der Massenhaltung
in einem dunklen Stall!" Sowohl die Regionalvermarkter wie die Bio-Betriebe,
die ihre Schweine auf die Weide ließen und die Tiere sich nur bei schlechtem
Wetter einen Unterstand suchten, würden durch die verordneten Maßnahmen
des Ministeriums um ihre jahrelangen Bemühungen gebracht. "Wenn die
Maßnahmen Wirklichkeit werden, heißt das für uns: Wir werden
beim Apfelfest keine Schweine mehr zeigen können!"

Nachdem mehrere Fälle von Schweinepest bei Wildschweinen im Rechtsrheinischen bekannt geworden waren, hatte das Düsseldorfer Ministerium verkündet, kleine Schweinehaltungen mit weniger als 20 Mastschweinen aufzulösen. So soll unter anderem eine mehrjährige Aufstallung angeordnet und Kleinbestände von Schweinen zur Schlachtung angekauft werden. Damit wird Freilandhaltung unmöglich gemacht.
Der RBN hält, wie viele Fachleute aus dem ökologischen Landbau, diese Maßnahmen für unverhältnismäßig und setzt sich statt dessen für eine gezielte Impf-strategie ein. "Wir wissen, dass in Düsseldorf auch diese Variante bekannt ist - warum hilft das Land diesen kleinen Züchtern, die etwas für die Artenvielfalt und den Artenerhalt tun, nicht schnell und unbürokratisch?" fragt der RBN-Vorsitzende. Der RBN weist ausdrücklich darauf hin, dass die Gefahr der Verbreitung von Tierseuchen durch die industrielle
Massentierhaltung erfahrungsgemäß wesentlich größer ist als bei der kleinbäuerlichen Landwirtschaft. |
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Wie im Bergischen Land mit ehemaligem Staatswald umgegangen wird - Ein trauriges Kapitel Radevormwald |
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Was in Radevormwald passiert ist und leider noch passiert, ist so brisant und so hochaktuell, dass der von der Landesregierung geplante Verkauf von 2700 Hektar Staatswald in der Eifel in einem neuen Licht erscheint. Der Reihe nach: Im Bemühen, Geld in die Kasse des Landesforstes zu spülen, hatte die Forstverwaltung entschieden, sich von nicht zusammenhängenden "Splitterparzellen" zu trennen. So fiel das Auge vor einigen Jahren auch auf das Wiebachtal im Oberbergischen Kreis - jenes Tal, auf dessen Schutzwürdigkeit der RBN Radevormwald seit Jahren durch Expertisen und Kartierungen etlicher RBN-Mitglieder aus allen Disziplinen des Artenschutzes hingewiesen hatte. Aber die zuständige Bezirksregierung in Köln hatte sich, da Staatswald, Zeit gelassen mit der entsprechenden Verordnung.
Als ein belgischer Holzhändler Bereitschaft signalisierte, dem Land das Wiebachtal abzukaufen, gab es für die Landesregierung - trotz Ablehnung durch das zuständige Forstamt in Wipperfürth - offenkundig keinen Grund, nicht zu verkaufen: Denn geschützt war das Gelände ja nicht. Der RBN Radevormwald machte Druck - in der Politik, im Ministerium in Düsseldorf, in der Öffentlichkeit. Mit einem ersten Erfolg, der, wie sich jetzt herausstellt, keiner ist. Die Bezirksregierung Köln erließ auf Druck des Ministeriums eine Naturschutzgebietsverordnung, das Land verkaufte an den Holzhändler mit der aus-drücklichen Zusage an den Naturschutz, dass der Erwerber sich streng an die Vorgaben des Naturschutzgebiets zu halten habe - und dies auch zugesagt habe.

In diesem Winter hat der Holzhändler aus Belgien nun alle Register gezogen: Was im Wiebachtal und an seinen Hängen in den letzten Monaten vollzogen wurde, hat mit ordnungsgemäßer Forstwirtschaft in einem Naturschutzgebiet absolut nichts mehr zu tun. Buchenbestände bis auf kümmerliche Reste abgetrieben, Wegebau nach Gusto, Schädigungen von Quellen, also grundsätzlich geschützten Biotopen - die Liste lässt sich im Detail problemlos fortführen. Alle Bemühungen der Radevormwalder Naturschützer, bei den zuständigen Behörden in Gummersbach und Köln Unterstützung zu finden, liefen bis jetzt eher ins Leere: Denn niemand hat Einhalt geboten, auch nicht, als der Bachlauf kurzerhand mit Baumstämmen "verfüllt" wurde, um so eine "natürliche"
Brücke zu schaffen. Ratlosigkeit, Kopfschütteln, Resignation also im versammelten Naturschutz des Bergischen Landes bis hinauf in die Landesspitzen der Naturschutzverbände.

Wen wundert's, dass angesichts dieses maßlosen Vorgehens in einem geschütz-ten Gebiet die Reihe der Kritiker wächst, die weitere Staatswaldverkäufe des Landes an Privatleute verhindern wollen.
Jüngstes Beispiel: Um rund 29 Millionen Euro im Landeshaushalt auszugleichen, die das Umweltministerium zum Hochwasserschutz außerplanmäßig beibringen muss, hatte Minister Uhlenberg entschieden, sich von landeseigenem Wald zu trennen. Da passte es gut, dass allein ein Interessent gleich 2700 Hektar in der Eifel, darunter große geschützte Gebiete, für 25 Millionen bereit ist zu erwerben - nämlich die private Stiftung der Familie, die die bofrost-Tiefkühlkette betreibt.
Auf Druck des Naturschutzes beschloss der Umweltausschuss des Landtags, eine Expertenanhörung einzuberufen. Das Ergebnis war eindeutig: Über 90 Prozent der Geladenen sagten Nein zu dem Verkauf, darunter sämtliche Bürgermeister der Region.
Die Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt (LNU) hat auf ihrer Frühjahrs-Mitgliederversammlung am 21. März in Köln eine Resolution verabschiedet und ihre entschiedene Ablehnung dieses Ver-kaufs untermauert. Staatswald kann nicht zur Haushaltskonsolidierung dienen; Staatswald hat Vorbildfunktion und vor-rangige Erholungsfunktion; und Staatswald hat Maßstäbe zu setzen im Artenschutz und einer ökologischen Waldwirtschaft. Die Resolution richtet sich an den Ministerpräsidenten - er allein kann dieses verhängnisvolle Unterfangen noch unterbinden!
(Mark vom Hofe) |